Home     Team     Kompetenz     Links     Downloads      Kontakt     
 
 

 
Erhöhung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

 
Kindergeld: Antragstellung nur noch für 6 Monate rückwirkend gültig

 
GoBD: Ordnungsmäßige Buchführung im IT-Zeitalter

 
Elektronische Kontoauszüge: Aufbewahrung und Archivierung

 
Mindestlohn: Das Hauptzollamt prüft die Einhaltung

 
Ausbildungskosten: Erstausbildung und Erststudium

 
Ermäßigter Steuersatz für Nachzahlungen der Kassenärztlichen Vereinigung?

 
Innergemeinschaftliche Lieferungen: Steuerpflicht für Bösgläubige

 
Familienheimfahrt mit Dienstwagen: kein Werbungskostenabzug

 
Grobe Fahrlässigkeit bei Nutzung des Elster-Programmes

 
ELSTER-Zertifikat für Lohnsteueranmeldung und USt-Voranmeldung zwingend

 
Haftung des Übernehmenden bei Firmenfortführung

 
Physiotherapeuten: Nicht jede Massage ist USt-frei

 
Porto, durchlaufender Posten oder Entgelt?

 
Elektronische Rechnungen

 
Pflichtangaben in Rechnungen... [mehr]

 
Arbeitnehmer hat nicht mehr als eine regelmäßige Arbeitsstätte

 
USt-pflicht der Mitgliedsbeiträge eines Vereins ...[mehr]

 
Händlergarantie eines Kfz-Händlers USt-pflichtig gem. FG Münster ...[mehr]

 
Ermäßigte Besteuerung einer Abfindung auch bei Zahlung in 2 Raten ...[mehr]

 
Weiterhin Vorsteueraufteilung nach Umsatzschlüssel ...[mehr]

 
Gemeinsame Nutzung des Arbeitszimmers durch Ehegatten ...[mehr]

 
GmbH in der Krise - Haftung des Geschäftsführers für Steuerausfälle ...[mehr]

 
Übernahme von Geldbußen durch den Arbeitgeber ist Arbeitslohn ...[mehr]

 
Kein Vorsteuerabzug bei ungenauer Leistungsbeschreibung ...[mehr]

 
Umsatzsteuerfreiheit für Gutachten von Ärzten ...[mehr]

Arbeitnehmer hat nicht mehr als eine regelmäßige Arbeitsstätte


Kernproblem:
Ob ein Arbeitnehmer eine oder mehrere regelmäßige Arbeitsstätten hat, kann Anknüpfungspunkt für viele steuerliche Fragestellungen sein. Dies gilt z. B. für die Bemessung von steuerlichen Sachbezügen bei der Überlassung von Firmen-Pkw, wenn der Wagen auch für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt werden kann. Dass es hier auch auf die Häufigkeit der Fahrten zur Arbeitsstätte ankommt und bei Unregelmäßigkeit eine Minderung der Sachbezüge in Betracht kommt, hatte der Bundesfinanzhof (BFH) jüngst schon festgestellt. Andere Fragestellungen ergeben sich aus dem Reisekostenrecht. Werden Fahrten des Arbeitnehmers zwischen mehreren regelmäßigen Arbeitsstätten durchgeführt, ist eine steuerfreie Arbeitgebererstattung von Fahrtkosten oder Verpflegungsmehraufwand als Reisekosten ebenso wenig möglich, wie ein alternativer Werbungskostenabzug des Arbeitnehmers. Unliebsame Überraschungen gab es dann in der Vergangenheit bei Lohnsteuer-Außenprüfungen, wenn der Prüfer mehrere Arbeitsstätten identifizieren konnte.
Bisherige Rechtsprechung:
Nach der Rechtsprechung des BFH konnte ein Arbeitnehmer mehrere regelmäßige Arbeitsstätten nebeneinander haben (so z. B. rechtskräftig entschieden für mehrere im Wechsel aufgesuchte Busdepots eines Linienbusfahrers oder Rettungsstationen eines Rettungsassistenten). Gleiches galt, wenn die betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers vom Arbeitnehmer durchschnittlich im Kalenderjahr an einem Arbeitstag je Arbeitswoche aufgesucht wurde.
Änderung der Rechtsprechung:
Ein Arbeitnehmer kann nach neuer Auffassung des BFH nicht mehr als eine regelmäßige Arbeitsstätte innehaben, auch wenn er fortdauernd und immer wieder verschiedene Betriebsstätten seines Arbeitgebers aufsucht. In einem solchen Fall sei der ortsgebundene Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen Tätigkeit zu bestimmen. Ferner sei insbesondere zu berücksichtigen, welcher Tätigkeitsstätte der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zugeordnet worden sei, welche Tätigkeit er an den verschiedenen Arbeitsstätten im Einzelnen wahrnehme und welches konkrete Gewicht dieser Tätigkeit zukomme. Diese Leitsätze können nach Zurückverweisung an das Finanzgericht einem Geschäftsführer zugute kommen, der in einem bei seiner Wohnung belegenen angemieteten Kellerraum des Arbeitgebers (mit separatem Zugang) Wartungs- und Optimierungsarbeiten an der betrieblichen EDV-Anlage durchführte. Gleiches gilt für einen Außendienstmitarbeiter, der den Betriebssitz des Arbeitgebers regelmäßig nur zu Kontrollzwecken aufsuchte. Auch eine für 15 Filialen einer Supermarktkette zuständige Managerin übe eine wechselnde Auswärtstätigkeit ohne regelmäßige Arbeitsstätte aus, wenn keine der Tätigkeitsstätten eine hinreichend zentrale Bedeutung habe.
Konsequenz:
Nach diesen Entscheidungen kommt auch (wie im 1. Fall geschildert) der Vermietung des Arbeitsraums an den Arbeitgeber (hier über die Lebensgefährtin gestaltet) besondere Bedeutung zu, soweit eine Trennung zur häuslichen Sphäre möglich ist.


Emser Str. 9
D-10719 Berlin

Fon +4930 / 862 01 21 -0
Fax +4930 / 862 01 21 -99

Mailkontakt

Parkplätze in unmittelbarer Nähe

Sprechzeiten:
Mo-Do. 9.00 bis 16.00
Fr.        9.00 bis 14.00
sowie nach Vereinbarung
 
  Teilerlass von Grundsteuer bei gemindertem Mietertrag...[mehr]

Steuerliche Behandlung von Geschenken an Geschäftspartner und Arbeitnehmer ...[mehr]

Das elektronische Handelsregister ...[mehr]

 

 
  ©DerThing  |  Impressum / DatenschutzDisclaimer